Hundefutter, worauf muss ich achten?

Hi und herzlich Willkommen zu meinem ersten Blogpost.


In meinem ersten Beitrag geht es um die Qualitätsmerkmale von hochwertigem Hundefutter und wie ein Futterwechsel durchgeführt werden sollte.


Zu diesem Thema finden sich im Internet zahlreiche irreführenden sowie widersprüchliche Ratschläge. In verschiedenen Foren liest man zwischen den fragwürdigsten Überzeugungen basierend auf Unwissenheit und veralteten Vorstellungen. Mein Ziel ist es euch fundiertes, wissenschaftlich basiertes Wissen so einfach wie möglich näher zubringen und für Klarheit zu sorgen.


Um so artgerecht wie möglich zu füttern, müssen wir einen Blick auf den Ursprung des Hundes werfen. Vor mindestens 15.000 Jahren ist der Hund als eigene Unterart aus wildlebenden Wölfen hervorgegangen. Doch wie und was hat der Wolf damals gefressen? Von Kleinnagern, zu Hirschen über Beeren, Wurzeln und andere Früchte hat sich der Wolf ernährt. Oft wurde tagelang nichts erbeutet und es mussten kilometerweite Strecken zurückgelegt werden. Fand der Wolf dann schließlich Beute konnte er bis zu 20% seines Körpergewichtes an Nahrung herunterschlingen. Zu erst wurden wertvolle nährstoffreiche Innereien, sowie der bereits vorverdaute Mageninhalt gefressen. Danach das Muskelfleisch sowie die Knochen. Die Reste wurden vergraben und zu einem anderen Zeitpunkt gefressen. Das verbuddeln von Beute, oder das Buddeln im Dreck ist ein uralter Instinkt und unsere mittlerweile angepassten Vierbeiner machen das noch heute.


Nachdem wir jetzt ein wenig mehr über den Ursprung des Hundes wissen, lassen sich gewisse Parallelen zur heutigen Ernährung ziehen. Um den vollständigen Bedarf des Hundes zu decken braucht es mehr als nur hochwertiges Muskelfleisch, und mit der Domestizierung des Hundes entstand auch eine höhere Kohlehydratetoleranz. Leider nutzen dies viele Hersteller aus und senken immer mehr den Fleischanteil sodass viele Futtersorten oft hauptsächlich aus Getreide bestehen. An Getreide ist jedoch nichts schlechtes. Schon damals hatte der Wolf den Mageninhalt seiner Beute, samt Getreide gefressen um an Nährstoffe und Vitamine zu kommen. Jedoch muss man das Verhältnis von Fleisch zu Getreide betrachten und der Fleischanteil überwiegte damals offensichtlich.


Wie erkenne ich den Fleischanteil im Futter?

Hier darf man sich nicht von der Verpackung täuschen lassen und man sollte einen Blick auf die Inhaltsstoffangabe werfen. Die beworbene Fleischsorte sollte hier an 1. Stelle stehen und bitte nicht in Form von Fleischmehlen. Nachfolgend dürfen dann auch Getreide und andere Nährstoffquellen folgen.


Weitere Qualitätsmerkmale ist das FEHLEN folgend aufgelisteter Punkte:


Füllstoffe wie Cellulose (Papier), Farbstoffe, Konservierungsstoffe (wie z.B. Natrium oder Kaliumchlorid) oder Geschmacksverstärker.

Zucker hat in einem Hundefutter ebenfalls nichts zu suchen, L-Carnitin kann ein Indikator für einen hohen Zuckergehalt spielen.


L-Carnitin ist eine Aminosäure die gerne im Sport verwendet wird um die Fettverbrennung anzukurbeln, hat in einem Hundefutter jedoch offensichtlich nichts zu suchen.


Ebenfalls schwer verdaulich sind Hülsenprodukte wie z.B. Sojaprotein.


Die Liste was in einem Hundefutter NICHT vorkommen sollte kann leider endlos sein. Der Einfachkeit halber sollte man sich daher lieber auf eine kurze und überschaubare Inhaltsstoffangabe konzentrieren.


Hast du ein gutes neues Hundefuter gefunden, solltest du den Futterwechsel vorsichtig vornehmen. Wechselst du zu schnell kann es zu ablehnendem Verhalten sowie Durchfall kommen. Plane einen Zeitraum von circa 3 Wochen ein um sicherzugehen dass das neue Futter akzeptiert wird.


In Woche 1 ersetzt du 1/4 des gewohnten Futters durch das neue, in Woche 2 die Hälfte und in Woche 3 bereits 3/4.


In der 4. Woche kannst du dann komplett umsteigen und nur noch das neue Hunefutter geben.


Bist du dir jetzt eventuell unsicher mit deinem aktuellem Futter oder möchtest beraten werden? Dann schreib mir gerne und ich trete schnellstmöglich mit dir in Kontakt.


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